Sekt, Vortrag und Theater

Hospiz-Dienst Schwäbisch Hall

Haller Tagblatt Samstag, den 13.Mai 2017

Der Hospiz-Dienst Schwäbisch Hall feiert am Mittwoch sein 25-jähriges Bestehen in der Kultbucht.

Schwäbisch Hall. Der Haller Hospiz-Dienst besteht heuer seit 25 Jahren. Das wird mit einem Abend in der Kultbucht gefeiert. Beginn ist am Mittwoch, 17.Mai, um 19:30 Uhr mit der öffentlichen Mitgliederversammlung im Theatersaal. Bis 20 Uhr werden Interna über die Arbeit des Vereins berichtet. Nach einer kleinen Pause mit Sektempfang geht es um 20:15 Uhr weiter. Dr. med Hans-Hermann Ehrat spricht über „Idiolektik, eine besondere Gesprächsführung“. Um 21Uhr folgt das Theaterstück „Ente, Tod und Tulpe“, frei nach Wolf Erlbruch.

IN der Hospizarbeit geht es um bedingungslose Akzeptanz gegenüber jedem, der die Unterstützung wahrnimmt. Hospizliche Hilfe gebe es für jeden, gleich welcher Weltanschauung, Religion, Kultur, sozialem Status oder Krankheitsbild, versichert der Verein. Hospizliche Kultur sei geprägt von Offenheit.

Eigene Betroffenheit

Verschiedene Menschen kämen in der Gruppe zusammen, die sich in ihrem Privatleben nicht wahrnehmen würden, weil die Interessen so unterschiedlich sind. Sowohl ehrenamtliche als auch hauptamtliche Kräfte setze der Haller Hospizdienst an der Seite von Sterbenden ein. „Schauen wir uns die Geschichte der internationalen Hospizbewegung an, so wird deutlich, dass die Motivation der Pioniere, nämlich die Betroffenheit aus eigener Erfahrung mit Sterben und Tod, für ihr Engagement eine tragende Rolle spielte“, schreibt der Verein. Die Motivation des Engagements treffe auch auf die Haller Helfer zu.

„Der Zugang zur Hospizarbeit entsteht aus der ganz persönlichen Biografie mit Schwerpunkt auf den Themen Sterben, Tod und Trauer.“ Bevor Ehrenamtliche tätig werden könnten, müssten sich diese mit den Erfahrungen auseinandersetzen und die eigene Geschichte mit den Erlebnissen der anderen Begleiter und Vorreiter ergänzen. Hospizarbeit werde für manche zur Lebensarbeit, so der Verein weiter. Durch die Begleitung von Sterbenden lerne man das Leben zu schätzen.