Weihnachtsbrief 2017

Dezember 2017

Liebe Mitglieder,
Freunde und Unterstützer des Hospiz-Dienstes

Wenn ich die Welt nicht gestalte, zerfällt sie in Stücke“.

25 Jahre Hospiz-Dienst Schwäbisch Hall e.V. - am Anfang waren vier engagierte Frauen, die 1992 mit der Gründung eines Hospizdienstes anfingen.

Heute begleiten 49 Ehrenamtliche schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen. Ein herzliches Dankeschön an die Engagierten, ohne die es den Hospiz-Dienst nicht geben würde.

Dieses Jahr stand im Zeichen unseres Jubiläums. In der Ausstellung „Spurensuche“ zeigte die Herforder Künstlerin Inge Zintl Collagen. Darin setzt sie sich mit ihren persönlichen und historischen Erinnerungen auseinander. In einem Workshop ging es auf „Spurensuche“ in der eigenen Geschichte.

Intensiv beschäftigten wir uns dieses Jahr mit dem Thema „Trauer“. Einen Theatervortrag zum Thema „Macht Schuld etwa Sinn?“ hielt die Trauerbegleiterin Chris Paul. Sie meinte, wenn wir verstehen, wozu Beschuldigungen nützlich sein können, gehen wir entspannter und kreativer auf Schuldvorwürfe ein. Kontaktaufbau, urteilsfreies Zuhören und die Grundhaltungen des Innehaltens/Aushaltens/Abstandhaltens wurden an diesem Abend thematisiert.

Ein Filzwochenende für Trauernde richtete sich an Menschen, die um den Verlust eines nahestehenden Menschen trauern. Es wurden Schals aus Seide und Wolle gefilzt. Durch die Energie, die mit körperlichem Einsatz in den Filz gebracht wird, entstanden fassbare Formen. Gut angenommen werden im Bereich der Trauerbegleitung die Spaziergänge auf dem „weiterweg“. Am ersten Sonntag im Monat öffnet das Begegnungscafe für Trauernde und bietet Raum für Gespräche bei selbstgebackenem Kuchen und Kaffee. Herr Klump, Prälat i. R., hielt einen Vortrag „Männer trauern anders“.

In der Mitgliederversammlung referierte Herr Dr. med. Ehrat über die Kommunikationsform Idiolektik, die Eigensprache des Menschen. Die idiolektische Gesprächsführung als Haltung und Methode wird bei Hospizgesprächen angewandt.

Das Motto der diesjährigen Süddeutschen Hospiztage lautete: „…dann leben sie noch heute.“ Hospiz 2030?! Inzwischen ist die Hospizbewegung ein nicht mehr wegzudenkender Teil unserer Gesellschaft und unseres Gesundheitswesens geworden. Wie wird es aber weitergehen? Wo werden wir im Jahr 2030 stehen? Wird die achtsame Betreuung von Sterbenden zur Selbstverständlichkeit geworden sein?

An zwei Abenden referierte Frau Hammer vom Pflegestützpunkt des Landratsamtes SHA über das Krankheitsbild Demenz. Je länger eine Demenz andauert, desto weniger Fähigkeiten bleiben dem betroffenen Menschen. Wie begleite ich Menschen mit Demenz in der letzten Lebensphase?

Viele junge Menschen vom Jugendchor und Orchester der Neuapostolischen Kirche schenkten uns ein wunderbares Benefizkonzert.

Das kleine Hospizgespräch – zwischen dem Berliner Philosophen Wilhelm Schmid und Herrn Pastoors - befasste sich mit dem Thema „Mit sich selbst befreundet sein“. Es gehört nicht zu unserer Kultur, dass wir uns mit uns selbst befreunden können. Und doch ist die Beziehung zu uns selbst die Grundlage für die Beziehung zu Anderen, zur Gesellschaft, zur Welt überhaupt.

Ohne die finanzielle Unterstützung von Mitgliedern und Spendern könnten wir eine so vielseitige Hospizarbeit nicht anbieten. Wir danken Ihnen herzlich und wünschen Gesundheit und ein spannendes Jahr 2018.

Barbara Kaspar Vorstandsmitglied

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