Bildnachweis: Meike Schmidt, Hospiz-Dienst
Lesung. Petra Frey stellt in der Hospitalkirche ihr Buch vor. Die Autorin hat sich mit der Hospizarbeit befasst.
Schwäbisch Hall. Rund 90 Gäste fanden den Weg in die Hospitalkirche zu einem Abend mit Petra Frey. Die Resonanz des Publikums zeigte, wie wertvoll, aber auch durchaus humorvoll und zugleich tiefgehend der Umgang mit dem Thema Sterben und Hospizarbeit sein kann. Die Lesung schärfte das Bewusstsein für die kostbaren Momente beim Abschiednehmen, schreibt der Hospizdienst in seinem Bericht über die Veranstaltung.
Wenn man über den Tod spricht, erwartet man Schwere, Stille und Betroffenheit. Doch Petra Frey nimmt diesem Thema die Schwere, ohne ihm den Respekt zu rauben. Die Schauspielerin absolvierte Anfang der 2010er Jahre eine Ausbildung zur Hospizbegleiterin und begleitete seitdem Menschen und ihre Angehörigen auf ihrem letzten Lebensweg.
Lizenz zum Händchen halten
Aus diesen Erfahrungen entstand nun ihr zweites Buch „Lizenz zum Händchen halten“. Sie werden lachen, es geht um den Tod.” Es gelingt ihr darin – und ebenso bei ihrer Lesung –, eine leichte, lebensfrohe Sicht auf das Thema zu entwickeln, heißt es weiter in dem Bericht. Mit einem Augenzwinkern, aber stets authentisch, zeigt sie die besondere Seite der Hospizarbeit.
Frey nehme das Publikum mit auf die Reise durch oft überraschende Geschichten: Gibt es wirklich eine Telefonzelle, mit der man Verstorbene anrufen kann? Warum möchte Oma Brenz ihre Asche ans Finanzamt schicken? Und wer liegt da mit roter Lockenperücke im Bett und braucht ab und an „Rumkugel-Globulis“? Zwischen komischen Momenten und stillen Augenblicken vermittelt sie wertvolle Tipps rund um Patientenverfügung und Vorsorge.
Authentisch und respektvoll zeigt Frey, wie menschlich, warm und positiv Hospizarbeit sein kann, ihre Art, dem Lebensende zu begegnen, macht Mut und eröffnet einen Blick auf die kleinen, aber kostbaren Lichtpunkte im Abschiednehmen. Musikalisch begleitet wurde der Abend von Manuel Ehrlich am Marimbafon.
